Früher noch skeptisch betrachtet und vorsichtig eingesetzt, sind Influencer heute ein fester Bestandteil im Online-Marketing. Dies wird auch nach Silvester so bleiben.

Im Jahre 2020 soll die globale Influencer-Industrie eine Grösse von 5 bis 10 Milliarden erreichen. Damit du dieses Potential nutzen kannst, haben wir für dich die wichtigsten Trends im Influencer Marketing 2020 zusammengefasst.

#1 Langfristige Zusammenarbeit mit authentischen „Brand Ambassadors“

In Zeiten der totalen Reizüberflutung ist es für Unternehmen wichtiger denn je, authentisch, transparent und vertrauenswürdig mit ihrer Community zu kommunizieren. Deswegen setzen Marken 2020 vermehrt auf Influencer, die sowohl die Werte der Community als auch die des Unternehmens teilen. Diese agieren als „Brand Ambassadors“ und werden nicht nur für einzelne Posts, sondern längerfristig in die Kampagnen-Planung einbezogen.

Sollten Instagram und Facebook tatsächlich die Likes abschaffen, nimmt ausserdem die Bedeutung des persönlichen Gesprächs zwischen Influencer und Follower zu. Regelmässige Interaktionen der Influencer mit der Community werden 2020 wichtiger sein, als „nur“ schöne Inhalte zu posten.

Das Ziel ist es, ein Medium des Vertrauens zu kreieren. Die Follower werden immer wieder bei dir vorbeischauen, weil sie sich verstanden fühlen.

#2 Micro-Influencer statt Superstars


Unter Micro-Influencer versteht man Meinungsführer in einer Nische mit wenigen tausend Follower. Sie besitzen eine kleinere Reichweite als klassische Influencer, haben aber ein viel höheres Engagement und sind preiswerter als die Konkurrenz. Ausserdem haben Produkte-Empfehlungen dank ihrem Expertenstatus mehr Gewicht. Diese Faktoren machen es für Unternehmen 2020 attraktiv, ihr Werbebudget auf viele Micro-Influencer zu verteilen. Plattformen wie Swissper und Agenturen wie Mikim unterstützen dich dabei.

Besonders innovative Marketer erwägen ausserdem die Zusammenarbeit mit Nano-Influencern. Diese sind normale Social Media-User und erreichen höchstens ein paar hundert Menschen. Dafür sind sie an Authentizität und Engagement kaum zu übertreffen.

Interessant: Die Vorteile von Micro-Influencern sind auch in der Liste der 50 authentischsten Instagram-Accounts in der Schweiz ersichtlich. Viele der genannten Kanäle haben unter 10’000 Follower und weisen ein traumhaftes Engagement auf.

#3 Videos für Engagement und Podcast-Werbung für Brand Awareness

Videos und Podcasts bieten mit Abstand am meisten Gestaltungsfreiraum für Unternehmen, um sich mit ihrer Community zu verbinden und Mehrwert zu bieten.

Während Videos weiterhin am meisten Engagement erzeugen, haben Podcasts ein enormes Wachstum hingelegt und decken inzwischen jede erdenkliche Nische ab. Unternehmen wie Quip, Simplysafe und ZipRecruiter haben dies erkannt und durch Podcast-Werbung in Amerika eine enorme Brand Awareness kreiert.

Damit dieses Potential auch in der Schweiz genutzt werden kann, müssen Unternehmen beginnen, wie professionelle Medienproduzenten zu denken.

Hochwertiger Branded Content (mit Fokus auf Videos) muss das Zentrum des Online Marketings bilden. Die benötigten Inhalte werden anhand eines Redaktionsplanes mit talentierten Influencern produziert und verbreitet.

Ergänzt wird das Ganze durch kreative Werbung in verschiedenen Podcasts, deren Zielgruppe mit der des Unternehmens übereinstimmt. Die Suche nach passenden Kanälen erleichtern dabei Plattformen wie der Podcast Club Switzerland oder die aktuellen Podcast Charts von Internet Radio.

#4 Direktes Controlling der Influencer durch Online Plattformen

Der ROI eines Influencer-Posts ist manchmal schwer messbar. Deswegen haben sich in den letzten Jahren zahlreiche Agenturen entwickelt, die es Unternehmen ermöglichen, Kampagnen zu planen und deren Performance genau festzuhalten.

2020 erhalten diese Agenturen Konkurrenz durch Plattformen, die einen direkten Kontakt mit den Influencern ermöglichen. Dies ist von grossem Vorteil, da Influencer nicht mehr für einzelne Posts, sondern längerfristig in die Kampagnen-Planung einbezogen werden.

Grössere Unternehmen mit In-House-Marketing werden sich deswegen für das eigenständige Controlling der Kampagnen entscheiden. Agenturen werden nur noch zur Beratung und Konzeption beigezogen.

#5 TikTok.

Die App, die keiner so wirklich zu verstehen scheint, wird 2020 ihr kometenhaftes Wachstum fortsetzen (wie auch bereits im Artikel zu den Marketingtrends 2020 beschrieben). Der ausschliesslich mit einer künstlichen Intelligenz betriebene Feed bietet enormes Potential, um mit viralen Posts Tausende, wenn nicht Millionen von Menschen zu erreichen.

Auch wenn Instagram 2020 die grösste und relevanteste Plattform für Influencer Marketing bleiben wird, beobachten wir ihre chinesische Konkurrenz aufmerksam und werden im Verlauf des Jahres Updates über deren Entwicklung geben. Wenn du mehr über TikTok lernen möchtest, empfiehlt sich diese Schritt-für-Schritt Anleitung von spiegel.de.

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Das waren sie, die wichtigsten Trend für das Influencer Marketing in 2020. Haben wir etwas vergessen? Was denkst du über Influencer Marketing?